Leseperformance Bukowski meets Doors

IN Dog We Trust

IN Dog We Trust

“Das Liebesleben der Hyäne”- Bukowski meets the Lizard King

Die Hörbuchunion geht für den Rest des Jahres fremd.

Nach der Aufführung der Eigenproduktionen “Nirgendwo ist Ufffz”und “Picasso” machen Beulshausen, Chris Drave und Ulrike von Gawlowski einen spritzigen Ausflug in das Los Angeles der 70er.

Die Protagonisten: Charles Bukowski und Jim Morrison, beide gern randvoll mit allem, was Spaß macht und mit übermässigem Talent beschenkt…beide pfeifen auf dieses Geschenk, stattdessen:

Verschwendung von Leib und Leber, so schnell es eben geht und…beide tot. Leider!

Am 29.11.13 um 20:30 stehen die Troublemaker noch einmal auf und geistern durch die “Hosenstall Off Art Galery” in Hamburg St. Georg.

Kurzgeschichten und versoffene Dialoge von Charles´Alter Ego Henry Chinaski wechseln mit Interpretationen der Songs der wundervollen Doors.

Und selbstverständlich wieder mit den üblichen Überraschungen für das geneigte Publikum (Bengalos, Schlägereien, THC Turnier)!

Leseperformance “PICASSO” New Art Off Gallery

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Leseperformance UNION BEULSHAUSEN im Kunstraum Hosenstall

Nach dem Riesenspaß mit “Nirgendwo ist Ufffz” im April diesen Jahres,gastiert die Hörbuchunion ein zweites Mal in der Galerie Hosenstall in St. Georg.

Mit der aktuellen Produktion “PICASSO”, einem Hörspiel im Theaterformat, über die Möglichkeiten des Lebens nach dem Tod und eben auch dessen Widrigkeiten.

Der berühmte Maler, Held der Geschichte, bekommt ein Angebot, das er nicht ablehnen kann und bringt sich so in die unerwartete Gesellschaft eines österreichischen Unsterblichkeitsmaklers, einer manischen Popprinzessin, sprechenden Bernhardinern und einem eingeschüchterten Elton John. Wird sich der Künstler aus scheinbar aussichtsloser Situation befreien können?

Als Gastleserin begrüßen wir an diesem Abend die entzückende Jungschauspielerin Ulrike von Gawlowski, das musikalische Rahmenprogramm bestreitet das Duo Chris Drave (Violine) und Beulshausen (Gesang/Gitarre) erstmals in eigens hierfür erlernter spanischer Sprache.

Am 17.09. ab 19:30 im Kunstraum Hosenstall New Art Off Gallery & Kultur e.V. Ellmenreichstr. 28

20099 Hamburg http://hosenstall-gallery.de .

Viel Spaß und Spannung mit „Picasso”

Der allergrösste Zampano in einer echten Galerie…

beulshausen_color-kopie2…und dieses mal nicht als Geisel eines fanatischen Buchclubs…lesen Sie selbst, was führende Zeitschriften im April beschäftigen wird:

Nirgendwo ist Ufffz

Er wird einen italienischen Anzug tragen, aber keinen Schlips…vielleicht noch einen Bart dazu. Und er wird Ihnen an diesem Abend erneut die letzten Ooooohs und Ahhhhhs abjagen, wenn er in wohligem Sonor unfassbares aus einer Stadt namens “Ufffz” zum Besten gibt.

Saumilch süchtige Bürgermeister, ein Faultier mit Zeitmaschine oder die Qual der Berufsfindung in der Stadt nahe dem kaputten Heizkraftwerk, die er seine Heimat nennt.

Union Beulshausen, das sind Geschichtenerzähler Ralph Beulshausen

(Johnny Liebling, Peng! Peng!) und musikalischer Direktor Chris Drave

(stringNbase), von den Medien als “Rote Khmer der Hörbuchszene” verhätschelt, gastiert die ungewöhnliche Hörbuchproduktion am

06.04.13 ab 19.30h in der Galerie Hosenstall in Hamburg http://hosenstall-gallery.de .

Vorgestellt wird u.a. das neue Theaterstück “Picasso” in der Hörbuchfassung, die neben “Nirgendwo ist Ufffz” im April als Download zu erhalten sein wird, zusammen mit einem Virus, der “dann das ganze Internet kaputt macht”, wie Beulshausen überschäumend verspricht.

Das musikalische Rahmenprogramm von

-Chris Drave (violine/ www.stringnbase.net)

-Janos Laszlo Vargek (handpan/ www.janoslaszlo.com)

Mehr Infos unter:

www.beulshausen.de/horbuchportal

2012-Ein einziger Betrug? Die Union grüßt die Menschen

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„2012 ? Gibt’s nicht und hat es nie gegeben”, grölt die parodontöse, alte Wahrsagerin noch hinter uns her, als uns ihr arabischer Lover in Unterhosen vor die Tür setzt. Leider haben wir schon bezahlt und ein Regress scheint in Anbetracht der alkoholbedingten Aggressivität des Beduinen relativ chancenlos.

P.S. Beulshausen, der auf Grund der Tatsache niemals Geld von reichen Bräuten genommen zu haben, mittlerweile immer unverhohlener als neuer Bundespräsident gehandelt wurde, gibt seinen Verzicht auf das Ehrenamt bekannt, da er bereits an der Uni Heidelberg als Drohgebärden-Sprachenlehrer fest zugesagt hätte. Schade.

P.S.S. Der in der Silvesternacht aus dem Trinkerheim „Waldesruh” entkommene Rudi Hensell konnte von Kindern am Hauptbahnhof Süd überwältigt werden, es besteht keine akute Gefahr mehr.

Neues Hörspiel “PICASSO” hat fertig!

Wohin die Reise geht

Wohin die Reise geht

Die Hörbuchproduktion Beulshausen/Drave hat nach „Nirgendwo ist Uffz” ihr zweites Grosswerk „Picasso” fertiggestellt. Info und Schnipsel zum Probehören befinden sich im neu eingerichteten „Hörbuchportal”.

Die Vollversion als Download wird Mitte November veröffentlicht.

Viel Spaß damit!

“Nirgendwo ist Ufffz” jetzt bei Hanseplatte

dickheadweb1Für die einen das „Necronomicon der Witzischkeit”, für andere, wie den prügelnden Papstpruder Smoking-Joe Ratzinger die “Hörbibel des Leichtsinns”, bahnt sich UnionBeulshausen´s Hörbuch-CD „Nirgendwo ist Ufffz” seinen steinigen Weg in die kalten Herzen der Deutschen. Ab sofort im schmucken Digipack mit Illustrationen von Wolf Niemann zu erwerben bei„Hanseplatte”, Neuer Kamp 32 im Hamburger Karoviertel und dort  auch online zu bestellen, genau  hier.

UNION BEULSHAUSEN performen Gängeviertel

2. Standbein aufgetauchtWie sich einige sicher erinnern, waren die Wegbereiter des Jahres 2010, UNION BEULSHAUSEN wegen des strengen Winters in einem Kloster der katholischen Schiedsrichtervereinigung untergekommen und dort von einem Typen namens Bischof hastig und verstohlen geliebt worden.

Inzwischen, nach einem eher zufälligen Test der Leberwerte an die Protestanten abgeschoben, besinnen sich Drave, Hensell und Beulshausen wieder auf das, was sie klein und schwach gemacht hat: die Musik. Die Saison wird eröffnet am 09.April mit einer Akustikshow auf dem Gelände des noch immer hart umkämpften Hamburger Gängeviertels im Rahmen einer Lesung einiger viel versprechender Künstler/innen.

Geht los um 20:00 MEZ und endet hoffentlich wieder mit der Performance ausgesuchter Bonzen, die zum unerbittlichen Knattern eines „Gatling”- Maschinengewehrs tanzen.

„UNTER DER LINDE” (Ex Jupibar), Caffamacherreihe Ecke Speckstraße

VÖ-Party & Lesung in der 439 am 22.12.09 !free entrada!!!

Herr Schnurrbein von wolfstar.deBeulshausen, der entgegen Berichten der Vereinszeitung „Happy Weekend” doch nicht in der Pfütze, die stark an das Konterfei Wilhelm Buschs erinnert, ertrank, hat in dieser lediglich seine Lesebrille auf Wasserdichte überprüft und lädt nun, mit den Ergebnissen hochzufrieden, zur VÖ-Party des neuen Hörbuchs „Nirgendwo ist Ufffz” von Beulshausen/Drave!

Kapalgen, denen es bis dahin nicht gelungen ist, ein Geschenk für das so rasend nahende „Passah-Fest” zu besorgen, können an diesem Abend zwischen 50 absolut identischen Produkten wählen, sich gleichzeitig besinnungslos saufen und trotzdem der Mutter vorgaukeln, man hätte die ganze Zeit nach diesem wirklich elitären Präsent gesucht und sei dabei durch die Hölle gegangen.

Stimmt ja auch, denn es wird extra hart gelesen und schlimm gefeiert!

Chris Drave, ein hübscher Halbwelt-Prinz wird einmal mehr herzzerreissend die Violine spielen.

Es erwartet Sie am Di, 22.12.09 um 20:00 Uhr in der Bar439, Vereinsstr. 38/Eimsbüttel:

Euer Ehren

beulshausen.com

Wir sehn´uns in den Charts!

Versuch, stark angeheitert auf einen, an mein Moped pinkelnden Hund zu schiessen, ohne das Fenster zu öffnen. (Patentanmeldung B 823367 HH)

Versuch, stark angeheitert auf einen, an mein Moped pinkelnden Hund zu schiessen, ohne das Fenster zu öffnen. (Patentanmeldung B 823367 HH)

Die noch immer nicht rezeptfreien menschlichen Zäpfchen, UNION BEULSHAUSEN haben das Haltbarkeitsdatum für das Musikjahr 2009 weit überschritten und beenden selbiges hochzufrieden nach einer herrlichen Soireé im „Live Club” mit den Aufnahmen zur brandneuen Single „Halt mich fest…”, deren B-Seite besser sein soll als der verstorbene Elvin.

Die Single, ursprünglich ausschliesslich für Veranstalter gedacht, wird ebenfalls an die ersten zehn Käufer des neuen Hörbuchs „NIRGENDWO IST UFFFZ” gehen, die diese dann vor Wut zertrampeln oder in ein paar Jahren für Unsummen bei e-bay verschleudern können, ganz nach gusto.

Ansonsten bedankt sich die Union einmal mehr beim Publikum aus der Vergangenheit und hofft, Sie, ja genau Sie!, bei unseren Veranstaltungen jedweder Art wieder zu treffen, wenn es erneut heisst:                                             „Die spielen nicht, das Schwein ist mit der Kasse abgehauen!”

Gehet hin in Frieden

UNION BEULSHAUSEN

Starke seismische Aktivität nahe Eimsbüttel

Mädchen haben eine Vagina, Jungs haben einen Penis!

Mädchen haben eine Vagina, Jungs haben einen Penis!

Das wohl familiärste Terrornetzwerk Europas, UNION BEULSHAUSEN spielt den letzten Gig 09 am Donnerstag (nicht Freitag, wie der braungebrannte Bursche nebenan behauptet), den 26.11. im Music-Live Club in der Fruchtalle 36 (Eimsbush).

Auch dieses mal wird bis zum Abwinken Uran angereichert und durch zügellose Kernspaltung massenhaft Energie freigesetzt werden, welche das Volk problemlos durch den harten Winter bringt. Typen mit Fusselbärten und komischen Gürteln kommen umsonst rein.

Beginn: preussisch pünktlich 21:oo MEZ, Door 20:00

Randnotiz

Ein Angebot, das er nicht ablehnen kann

Ein Angebot, das er nicht ablehnen kann

Die wahrscheinlich unwahrscheinlichste Rockgruppe diesseits der verkabelten Welt, UNION BEULSHAUSEN schickt am 08.10.09 im KIR, Barnerstr.16 in Hamburg einige elektrisierende Stücke auf die Bretter.

Einmal mehr tobt Mischa Gohlke´s „Der Donnerstag im KIR“-Orgie mit von Stars und Originalinterpreten gespicktem Programm.

Ab 20:00 Uhr MEZ. Programm unter myspace.com/derdonnerstagimkir

Nachts auf Tour mit “Der Fall Böse”

Milieu im Rotlicht

Milieu im Rotlicht

Die Union geht auf Gastspielreise mit den fantastischen „Der Fall Böse” und unterstützt diese in ihrem immer währenden Häuserkampf gegen das Publikum. Zittern müssen dieses mal am 05.09. das „Roadhouse” auf einer Südseeinsel namens Rheda-Wiedenbrück.
Dort wird man zunächst an einer Führung durch das „Ingo Pohlmann Haus” teilnehmen, an einen Pavillon pinkeln, um später ein paar Rentner mit Fahrradketten zu verdreschen, die keine Tuberkulose-Decken kaufen wollen. Danach geht’s weiter, am 11.09. in die „Wunderbar” nach Lüneburg, auf den Spuren Franz Kafkas, der hier nie lebte. Drave, Hensell und Beulshausen freuen sich auf viele neue Trommelfelle.

Union Beulshausen eröffnet eigene Konzertsaison

Dienst-U-Boot Ulla Schmidt

Dienst-U-Boot Ulla Schmidt, für die Allergikerin sonders aus feinstem Nasen haar gewebt, hier an seinem Stellplatz in Bonn!

Die Sommerferien sind vorbei, Rudi Hensell, der seine Familie, einst von einer Katze verschleppt, in einer Art Nährlösung wiedergefunden hat, ist zurück in den von Verlustängsten ganz zittrigen Armen der Union. Drave und Beulshausen, vom Hörbuch noch leicht benommen, kommen fit gespritzt lässig aus den Boxen und jetzt, lauter als Picasso: UNION BEULSHAUSEN LIVE!!!!!!!!!!!!!!!!
Morgen Abend, 20.08. im KIR, Barnerstr. 17, HH-Ottensen. Pünktlich um 21:15 Uhr spielt das magische Dreieck bis 22:00 Uhr den Gegner schwindelig, danach gibt’s Konzerte von Catharina Boutari und Mr. Brown (kein Nazi), bevor um 23:30 die Backstageparty mit dem beliebt-beleibten Discjockey Lesley F. auch den letzen aus den Stiefeln haut.

Sommerloch gestopft-Beulshausen und Drave stellen Hörbuch fertig!

horni

horni

Beulshausen´s erstes Hörbuch nach sechs Jahren („Nachts auf Tour” 2003), ist fertig aufgenommen und gemixt. Es trägt den Titel „Nirgendwo ist Ufffz”, beinhaltet fünf haarsträubende, aber wahre Geschichten aus der wirren Stadt am alten Heizkraftwerk und ist gespickt mit feinster Violinen-Musik, komponiert und vorzüglich eingespielt vom Sensationsgeiger Chris Drave von der Union.

„Nirgendwo ist Ufffz” ist der Erstling einer Trilogie, die im nächsten Jahr mit „Flucht aus Ufffz” ihre Weiterführung finden wird.

Ab September stellen wir im Bereich „Media” ein paar Kostproben dieses Klassikers der Neuzeit aus, Veröffentlichungstermin ist der 15.10.09, natürlich mit rauschendem Festball. Es wird eine stark vergünstigte „Edition Badstraße” geben, sowie eine, vom herausragenden Zeichenkünstler Wolf Niemann illustrierte „Schlossallee-Ausgabe” mit fettem Booklet. Spielzeit fast 60 Minuten.

Demnächst mehr davon auf diesem Kanal.

Geheim, verboten und auch nicht erlaubt!

schlagende Verbindung Nr.12

schlagende Verbindung Nr.12

UNION BEULSHAUSEN GOES ‘68!
Campus der Universität Hamburg, Mo., 15.6.  16:00 MESZ
- Endlich wieder APO und Aufruhr an der Uni. Bildung für alle und Drinks wie in Kuba sollen erstreikt werden. Die Union spielt ein Gratis Konzert für die streikenden Genossen. Gegen 17:30 Uhr kommt dann wieder Kurras aus seiner Stammkneipe und sorgt mit der “Heckler & Koch” für Ruhe und Anstand. Trotzdem könnte sich dieser Dutschke auch mal kämmen!

Union Beulshausen beim “BenteFausteFest”

Backstage

Backstage

Union Beulshausen am 13.06.2009 20:00 Uhr beim “TheBenteFausteFest” Brahmsallee, Hamburg 22381

Cost: free

Das wohl beliebteste Festival Deutschlands. Die hiesige NDR Bühne, gelegen an einem idyllischen See aus Urin und Caipirina, bietet erneut die Crème Hamburger Unterhaltungskunst. Viele Zeltmöglichkeiten!

Lesung “Nirgendwo ist Uffz”, die zwote

Bao Vé

Bao Vé

Beulshausen, der infame Hinterbänkler, der letzte Woche an einer Lufthutze vorbeiging und spurlos verschwand, ist wieder aufgetaucht, ein wenig zerknittert zwar, aber bereit, mit letzter Kraft einige haarsträubende Geschichten aus der Welt hinter der Hutze vorzulesen: Am 12.06.2009 ab 20.00 Uhr im „FUNDBUREAU” (Sresemannstr.114)

Letzer Gig vor der Badepause

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Die Union spielt das letzte Konzert vor den Sommerferien am 02. Juli, erneut im „Music-Life-Club” in der Fruchtallee. Wieder werden Schweiß, Blut und Sperma das Geschehen dominieren, wieder werden mehrere Kommissare der KpdSU anwesend sein und wahllos Verhaftungen vornehmen und wieder werden die wenigen Überlebenden sich auf die Schenkel klopfen und sagen: „Was für eine Nacht!” Reservierungen ab sofort unter Tel.:0162-2450642 (tägl. Ab 17 Uhr)

Herr Schnurrbein einen Sommer lang

Drohgebärde Nr. 487

Drohgebärde Nr. 487

Die Mutter war aus. Ein hagerer Kavalier hatte sie mitgenommen zum „Kraftwerk-Karaoke”, wo man sich besinnungslos trank, um dann Lieder mit einfältigen Namen wie „Expo 2000″ zu grölen. So war ich denn frei für eigene Pläne und ich genoss meine Freiheit, indem ich draussen vor dem Haus in der Sonne herumlungerte.

Ich hatte mir einen dieser Klappstühle hingestellt, die Art, wie sie nur Angler und Regisseure benutzen, denn ich bildete zu dieser  Zeit drei der Turbanski-Kinder als Gladiatoren für´s Fernsehen aus und wartete nun darauf, dass sie endlich von der Kinderarbeit nach Hause kamen.

 

Doch zunächst wurde ich abgelenkt. Eine Einheit Laufmaschen, Einzeller, nur zum Transport von Waren gezüchtet, kamen schnatternd die Einfahrt hoch, jede mit einem oder mehreren Möbelstücken beladen, alsbald damit im Hausflur verschwindend.

Wir bekamen neue Nachbarn. Die Wohnung im Dachgeschoss war frei geworden, da die Kniffkes in der Show „Wer wird Hunnenkönig ?” einen lebenslangen Aufenthalt in der Mongolei gewonnen hatten und gestern unter lautem Gezeter abgeholt worden waren.

Gerüchten zufolge war der neue Mieter kein geringerer, als der über die Grenzen von „Ufffz” hinaus bekannte Naturforscher Willibrandt Willibrandt.

Herr Willibrandt, das war überall zu lesen gewesen, wollte sich zur Ruhe setzen, nach all der anstrengenden Stöberei.

Auf seiner letzten Forschungsreise hatte es einen bedauerlichen Zwischenfall gegeben, hiess es. Bei der Sprengung einiger widerspenstiger Ruinen in einem komischen Land im Süden, erwischte es versehentlich eine Kolonie Faultiere, deren Bewohner sämtlich, durch die Wucht der Detonation, aus den dicht belaubten Bäumen auf den Boden gefallen und verdurstet waren.

Ein einziger, ein Faultiermann namens Schnurrbein hatte sich retten können.

Gerade stundenlang abgestiegen zum Toilettengang, hatte er sich ausgerechnet den Rucksack des Forschers als Klo ausgesucht und danach ein Schläfchen darin gehalten. Willibrandt Willibrandt, der sich schuldig fühlte, liess ihn in dem Sack und nahm sich vor, fortan für Herrn Schnurrbein zu sorgen, um die immense Schuld zu tilgen.

Mittlerweile waren einige der Turbanskis nach Hause gekommen. Völlig erledigt von der Arbeit in den Kakaominen von „Ufffz” wollten sie gleich ins Bett. Ich konnte sie gerade noch zu einer Trainingseinheit mit rostigen Nägeln bewegen, was immerhin ein Augenlicht kostete, dann kam ihr Vater runter und jagte mich, wie üblich mit einem Bleirohr quer durch den Vorgarten.

Dieses mal hatte mich mein mächtiger Feind fast erwischt. Ich harrte in den Johannisbeerbüschen hinterm Haus, bis er irgendwo Schnaps roch und abzog.

Dann merkte ich, dass ich nicht allein in den Büschen hockte. Durch eine lichte Stelle in den Sträuchern blickte mich ein freundliches Gesicht an, von einem Schopf glatten, roten Haars gerahmt, ein kleiner Hut wurde zum Gruß gezogen.

„Herr Schnurrbein, nehme ich an?”

Wie um meine Annahme zu bestätigen, langten nun zwei Herrenarme in das Gebüsch und hoben das Geschöpf langsam und bedächtig heraus.

„Er mag keine Toiletten”, sagte Willibrandt Willibrandt lächelnd und stellte sich kurz vor. Auch Herr Schnurrbein reichte mir die Hand und ich hoffte, er benutzte Klopapier.

Während man in der Folgezeit den Forscher recht selten antraf, hatte man hingegen mit Herrn Schnurrbein des öfteren das Vergnügen.

Da Faultiere in Freiheit nur für die Verrichtung der Toilette ihren Baum verlassen, war auch Schnurrbein, ob seiner unaussprechlichen Langsamkeit, ständig zwischen der Dachgeschosswohnung und den Rabatten unterwegs und oft im Hausflur hängend anzutreffen.

 

Mutti hatte sich beim Karaoke ein Bein gebrochen und trank literweise Franz-Brandwein gegen die Schmerzen, da war es nicht empfehlenswert sich in der Wohnung aufzuhalten.

So setzte ich mich gern in die Sonne vor dem Haus und trank ein paar Gläser „Ghaze”, ein herrlich erfrischendes Getränk, bestehend aus einem Öllappen und einem Becher.

Immer öfter gesellte sich auch Herr Schnurrbein dazu, da der Forscher Willibrandt überraschend zu einer Schneckenjagd aufgebrochen war.

Wir begannen, Gefallen am jeweils anderen zu finden. Die Faulheit mit aller Leidenschaft gelebt, das verband uns und mein neuer Freund war ein Meister auf dem Gebiet. Herr Schnurrbein zeigte mir, wie man sich, nur an den Zehen, von der Dachrinne herab hängen lassen kann, ich brachte ihm bei, wie man Lemminge raucht und Kinder für sich stehlen lässt.

Sogar bei Tante Regina waren wir ein paar mal zusammen, aber meist traf man uns in der „Bannmeile”, der Hauptstraße von „Ufffz” an.

Nichts taten wir lieber, als auf dem Bürgersteig herumzuliegen und den Verkehr zu beobachten, der sich, in immer neuem werden und vergehen, lustvoll durch die Stadt schlängelte. Hier wurde ein Schlachter totgebissen, der die Vorfahrt missachtet hatte, dort fiel ein ganzer Ochsenkarren in eins der metertiefen Schlaglöcher, es war immer was los, auch ohne eigenes zutun.

Dann kam die Nachricht vom tragischen Tod Willibrandt Willibrandts.

Der uralte Haudegen war bei der Schneckenjagd vor Erschöpfung zusammengebrochen und verendet. Das änderte einiges. Herr Schnurrbein hatte keinen Mietvertrag und seine gesamte Existenz basierte auf der des toten Willibrandt, dessen Haustier er gewesen war.

Schon waren Vorkehrungen getroffen worden, das nun herrenlose Anhängsel zu entsorgen. Für solche Fälle hatte man in „Ufffz” Frau Adelheid „Katze” Blechdach engagiert, die herrenlose Haustiere ohne viel Tamtam gleich totspritzte.

Der Mörderwagen, ein Kombi mit abgefahrenen Reifen stand schon vor dem Haus, der Motor wurde feist abgewürgt und die gewichtige Dame war ausgestiegen, hatte die finale Spritze aufgezogen und hochprofessionell die ersten Tropfen des todbringenden Liquids auf das Pflaster der Einfahrt vergossen.

Dann begann sie den Aufstieg ins Dachgeschoss, um den Herrn Schnurrbein seinem Ende zuzuführen. Ganz aufgeregt war ich, in irgendeiner Form eingreifen wollte ich, doch war mir selber klar, dass ich dafür viel zu feige war. Schnurrbein selbst war in vollendeter Ruhe, nicht mal der anstehende Tod schien ihn im geringsten rühren zu können.

Stetig kam die Blechdach ihrem Ziel näher, man konnte sie schon vor Anstrengung schnaufen hören und die Stufen der alten Treppe ächzten unter ihrem Gewicht.

Ich kauerte mich in eine Ecke, von Angst zusammengeschnürt, fiel ich in die üble Gewohnheit zurück, bei Aufregung Zehennägel zu knabbern.

 

Als die Spritze schwingende Matrone, schnaufend wie eine Lok, die letzte Treppenstufe erklommen hatte und sich gurgelnd auf den armen Herrn Schnurrbein stürzen wollte, hielt sie plötzlich inne.

Beide Arme voraus, zum Angriff bereit, war die Dame zur Statue erstarrt, ganz vor Wut verzerrt war ihr rotes Gesicht, welches aber auch vorher nie nett aussehen mochte.

Herr Schnurrbein grinste feist unter seiner roten Tolle hervor, als hätte er gewusst, dass die Sache diesen Ausgang nehmen würde. Kein bisschen überrascht schien er zu sein. Doch auch ich fand meine Fassung aufgrund zügelloser Neugier schnell wieder.

Herr Schnurrbein war bedauerlicherweise keiner wirklichen Sprache mächtig, darum waren wir eher auf eine gemeinsame Gestik angewiesen gewesen, die mittlerweile ganz gut funktionierte. Wenn auch recht langsam.

Wir verstanden uns praktisch blind und begannen nun auch gleichzeitig, den steifen Körper „Katze” Blechdachs lachend die Treppe herunter zu treten.

Unten angekommen, stopfte ich sie in ihren Kombi. Ich brauchte lediglich die Handbremse zu lösen und das Fahrzeug rollte, samt erstarrtem Inhalt, die Einfahrt runter, um in einem der Schlaglöcher der „Bannmeile” für immer zu verschwinden.

 

Doch natürlich konnte ich das gesehene nicht einfach auf sich beruhen lassen. Wenn das einmal ging, war es sicher auch ein zweites oder drittes mal zu schaffen. Herr Schnurrbein, der meine Skepsis wohl bemerkte, war zunächst gerne bereit, seine herausragende Fähigkeit zu meinem besseren Verständnis erneut zu demonstrieren.

Wie, als wollte er sich freiwillig als Versuchsperson anbieten, kam nun mein Todfeind, Vater Turbanski, die Einfahrt hoch gestolpert. Gerüchten zufolge, die im Haus kursierten, hatten sie ihn in der Ribbelfabrik entlassen, da nirgends mehr Pullover aufzutreiben gewesen waren.

Dementsprechend betrunken und reizbar war er, geradezu perfekt für einen weiteren Versuch.

„Na, hat sich wohl ausgeribbelt!”, rufe ich ihm frech entgegen, ein „alles oder nichts” heraufbeschwörend. Und als hätte er nur gewartet auf einen Agitator wie mich, nahm Turbanski jetzt Fahrt auf, torkelte mit Geschrei und Bleirohr zielgerichtet auf uns zu.

Sofort versteckte ich mich, meiner Sache nicht wirklich sicher, hinter Herrn Schnurrbein, den ich nun genau beobachtete, wie er sich mit seinen Klauenhänden die schlaffen Tränensäcke unter den Augen rieb.

Daraufhin teilte der alte Turbanski das Schicksal von Frau Blechdach, erstarrte und wurde in einem Schlagloch entsorgt, nicht ohne dass ich ihm noch etliches mit dem Bleirohr übergezogen hätte. Es klappte also quasi auf Kommando, da war ich jetzt sicher.

In der Nacht darauf fand ich keinen Schlaf. Immerzu musste ich an die unbegrenzten Möglichkeiten denken, die die Fähigkeit meines Freundes mir eröffnen konnten. Am nächsten Morgen stand ich schon um viertel nach fünf auf der Matte des Dachgeschosses, benutzte meinen Nachschlüssel und holte den müden, kleinen Kerl aus seinem Bett.

Er hatte jetzt zu funktionieren, denn die neue Möglichkeit weckte unbändige, kriminelle Energie in mir. Wie verpufft war die mir eigene Lethargie, die ich Zeit meines Lebens mit mir rumgeschleppt hatte. Gewichen einem Meer voller Ungeduld.

Bevor sich die neue Möglichkeit ergab, hatte ich gern auf Herrn Schnurrbein gewartet, manchmal sogar er auf mich. Wir hatten uns in der Langsamkeit gefunden, doch jetzt drohte ich in meinem Eifer zu enteilen. Kurzerhand nahm ich das Faultier auf den Arm und rannte mit dem noch schlaftrunkenen die Treppe runter, grenzenlosem Unsinn entgegen.

Zuerst schlichen wir in Muttis Schlafzimmer, Schnurrbein rieb sich die Augen, die Mutti fiel in Totenstarre, sodass ich ihren Gips bemalen konnte, ohne gebissen zu werden. Dann, in immer atemberaubenderen Tempo raus auf die „Bannmeile”, erstmal den Verkehr angehalten und die reglosen nach Wertsachen durchsucht, den Mädchen auf dem Schulhof unter die Röcke geschaut und in den Trinkhallen der Stadt den gesamten „Gahze”-Vorrat leer getrunken, was mich nur noch mehr befeuerte. Immer gewagter, immer dreister wurden meine Wünsche, immer hitziger und brutaler mein Vorgehen. So war es eigentlich nicht nötig, die in Erstarrung befindlichen noch anzuzünden, doch ich wollte professionelle Arbeit abliefern.

Gegen Abend befand sich die halbe Stadt im Wachkoma und die andere Hälfte war zu müde, um das zu bemerken.

Da ich voll mit meinen Allmachtsfantasien beschäftig war, registrierte ich nicht, wie Herr Schnurrbein mit jeder meiner Boshaftigkeiten missmutiger dreinschaute. Das für ihn typische, schelmische Grinsen war fast vollständig aus dem Faultiergesicht gewichen. Ich schrieb das der Müdigkeit zu, hatte ob des an diesem Tag geleisteten ein Einsehen und brachte ihn ins Bett.

Auch war ich selbst rechtschaffen ermattet. Ich schlief sofort ein, träumte von Diebstahl und Zerstörung und war ein zufriedener Junge.

Für den Folgetag hatte ich mir schon mehrere, tolle Coups ausgedacht. Gleich als erstes wollte ich Omma Küster mit einem Peyote-Kaktus verkeilen, dann in der „Gaunerei Friedrichs” die Banker mit Abführmittel vollpumpen und die Kurse durcheinander bringen. Nachmittags plante ich, das Rathaus zu fluten, um danach einige von mir unerwünschte erstarrte mittels eines Katapults aus der Stadt zu befördern.

Als der Morgen dämmerte, stand ich bereits wieder voller Erwartung vor Herrn Schnurrbeins Kinderbett, doch dies war unberührt. Kein Faultier döste da in den Federn. In nackter Panik unterzog ich die Willibrandtsche Wohnung einer genauen Untersuchung, doch vom Freund fehlte jede Spur.

Weit konnte er ja nicht gekommen sein, in all seiner Lahmarschigkeit. Doch auch das Durchkämmen des gesamte Hauses brachte nichts zu Tage, ausser der Erkenntnis, dass die von mir am Vortag gepeinigten wieder unangenehm lebendig waren, am gesellschaftlichen Leben teilnahmen und bedauerlicherweise auf Rache sannen. Mutti, die aus Zorn über den mit Zoten bekritzelten Gips zunächst daran dachte, mich dem Mob auszuliefern, versteckte mich für etwas Schnapsgeld in einem Einmachglas, wo ich, zusammen mit einer Gruppe „Rote Beete” darauf wartete, dass sich die Lage beruhigte.

Herrn Schnurrbein blieb in einem Nebel verschwunden, der sich bis heute nicht lichtete. Ich habe nie wieder etwas von ihm gehört. Nur manchmal, wenn der Wind die mächtigen Kronen der Johannisbeerbüsche zerzaust, ist mir, als sehe ich sein grinsendes Faultiergesicht durch das lichte Blattwerk blinzeln, wohlwollend einem von der Macht verführten Freund vergebend.

“GIFT” jetzt bei hanseplatte.de

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GIFT

Liebe Kapalgen, die neue Platte der Union Beulshausen, „GIFT” ist draußen! Ab heute nachmittag 16:00 Uhr zu haben in unserem Lieblings-Plattenladen Hanseplatte.de im Karoviertel oder dort im Online-Shop. Die Union bedankt sich auf durchgescheuerten Knien, allen voran bei Tobias Prohl (Cover- und Labeldesign), Kalle Roggenbuck (Master), Dominique Marquee (Gesang) und Svendrix (Pedal Steel Guitar) und den komischen Göttern für ein stressfreies Gelingen. Record Relese Party heute abend im Music-Live-Club Fruchtallee ab 21:00 mit Dominique Marquee! Viel Spaß damit!